Equal Pay Day Challenge – »Strategien für eine faire Bezahlung«

Frauen sind im Kulturbereich und in der Kreativwirtschaft stark vertreten. Dennoch ist die Branche von Geschlechtergerechtigkeit weit entfernt. Zu diesem Ergebnis kommt die im Juni 2016 veröffentlichte Studie »Frauen in Kultur und Medien« des Deutschen Kulturrates. Besonders in puncto Bezahlung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Quer durch alle Kulturbereiche und Branchen der Kreativwirtschaft liegt der Gender Pay Gap bei 24 Prozent. Bereits bei den Frauen unter 30 Jahren beträgt die Verdienstlücke 12 Prozent. Auffällig ist außerdem, dass Frauen sowohl bei überdurchschnittlich gut bezahlten als auch bei unterbezahlten Tätigkeiten weniger verdienen als Männer. Dieser Tatsache gilt es mit schlagkräftigen Argumenten entgegenzuwirken.

Mit einem Workshop-Format der etwas anderen ART wollen wir von Best Practice Beispielen lernen, die sich für Mindesthonorare/-gagen im Kulturbereich einsetzen, Argumente für eine gerechte Bezahlung gegenüber der Politik formulieren, ein Brainstorming

für künstlerische Interventionen wagen und vor allem Strategien austauschen, um mit Antworten in der Tasche nach Hause gehen zu können auf die Frage: Wie sag‘ ich’s meiner/m Chef/in bzw. meiner/m Auftraggeber/in?

Termin: Donnerstag, 16. März 2017 | 16 –19 Uhr
Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

Anmeldung: bis 10.03.17 unter kontakt[ät]frauen-ev-sowieso.de oder (0351)8041470

Wenn Sie eine Kinderbetreuung wünschen, geben Sie dies bitte bei der Anmeldung mit an.

Eine Veranstaltung des Büros der Gleichstellungsbeauftragten der LH Dresden und des *sowieso* KULTUR BERATUNG BILDUNG Frauen für Frauen e. V. in Kooperation mit: Landesfrauenrat Sachsen e. V., Kreative Werkstatt Dresden e. V., DRESDNER Kulturmagazin, »Wir gestalten Dresden« Branchenverband der Kreativwirtschaft Dresden und Netzwerk Kultur Dresden.

PROGRAMM

16.00 Uhr Begrüßung
16.15 Uhr Input-Referat: »Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft – aktuelle Beispiele und Initiativen« – Josephine Hage, freie Projektmanagerin im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft
16.30 Uhr Workshop Challenge »Let’s do it! – Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Kreativsektor ganz praktisch«
17.45 Uhr Pitching der Workshop-Ergebnisse
18.15 Uhr Input: »Strategien für faire Honorare und Gehälter« – Daniela Kreißig, Geschäftsführerin caado events & photo-design
18.40 Uhr Fazit & Ausblick

danach Zeit für informelles Netzwerken

Kulturbürgermeisterin sicherte noch im Sommer freier Szene Unterstützung zu

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch im Interview mit der DNN (19.08.2016):

»Man darf die großen Kulturinstitutionen und die freie Szene nicht gegeneinander ausspielen. Das Filmfest, die Ostrale oder der Schaubudensommer sind ganz wichtige Eckpfeiler im Kulturkalender der Stadt, die selbstverständlich gefördert werden. Diese und viele andere Ereignisse und Festivals haben ja auch eine Anziehungskraft für Touristen. Trotzdem stellt sich die Existenzsituation freier Künstler und der Vereine als angespannt dar. Es ist meine Aufgabe, die Finanzierung dieser Bereiche zu sichern.«

Trotz dieser Zusicherung der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sieht der Entwurf des Dresdner Doppelhaushalts 2017/2018 eine Kürzung der freien Kulturträger vor. Zwar hatte die Bedarfsanalyse des Kulturamts eine Unterfinanzierung festgestellt, dennoch sieht der Haushaltsplan 2017 eine Kürzung in Höhe von 250 000 Euro gegenüber dem Stand 2016 vor. Dies steht im direkten Widerspruch zur Bewerbung Dresdens zur Kulturhauptstadt 2025.

Das ganze Interview mit Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Offener Brief des Kulturbeirats an die Mitglieder des Kulturausschusses im Dresdner Stadtrat

SZ vom 6.11.2016 „Freie Träger fordern, Kultureinrichtungen fair zu finanzieren“

DNN vom 8.10.2016 „Großprojekte auf Kosten der freien Kulturszene“

Neulich beim Kulturausschuss

Am 18. Oktober fand in der Mimenbühne in Pieschen die zweite Beratung des Kulturausschusses zum Haushaltsentwurf 2017/ 2018 statt. Dies nahmen die Sprecher_Innen und einige Delegierte des Netzwerkes Kultur zum Anlass, den Kulturausschuss-Mitgliedern nochmals unseren Forderungskatalog zu überreichen.
Da die Sitzung als nichtöffentlich ausgewiesen war, kam es anfänglich zu einigen Irritationen, ob wir vorgelassen werden. So wurde spontan und öffentlichkeitswirksam unser Schriftzug „Kultur Fair finanzieren“ an der Außenfassade der Mimenbühne installiert.
Dann entschloss man sich im Kulturausschuss unter Vorsitz von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, uns vor Beginn der Sitzung anzuhören. Unsere Statements fokussierten sich sich auf die desolaten tariflichen Situationen in den Institutionen der Freien Szene und auf die besondere Rolle, die wir als kulturelle Basiseinheiten für die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt einnehmen wollen und sollten.
Alles in allem war dieses Event eine wichtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt, um unseren Anliegen nochmals Nachdruck zu verleihen.
JB

Handout Kulturausschuss (PDF)

kultur-fair-finanzieren-mimenbuehne-dresden

Postplatzkonzert am 16. März – ZIVILCOURAGE

english version

Wir laden Euch herzlich zu unserem siebtem Postplatzkonzert am Montag, den 16. März um 19 Uhr ein.
Das Thema ist Zivilcourage. Wir freuen uns auf Euch!

Zivilcourage – Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Zivilcourage, gern und oft beschworen in Sonntagsreden, kann es für die couragierten Menschen schnell gefährlich werden. Wir erinnern uns an Dominik Brunner; er wurde zu Tode geprügelt, nachdem er an einer Münchner S-Bahnstation Schülern geholfen hatte, die von jugendlichen Schlägern angegriffen worden waren.

Kürzlich erst ist der ehrenamtliche Bürgermeister von Tröglitz, einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt, zurückgetreten. Rechtsextreme hatten ihn und seine Familie bedroht, weil er sich für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde eingesetzt hatte. Hilfe und Unterstützung von Behörden erhielt er offenbar nicht.

Was ist Zivilcourage?
Dazwischengehen, egal ob Rechtsextreme oder Gewalttäter anderer Art zugange sind?
Oder auch sich der politischen Erwartungshaltung zu verweigern, dass man trotz Gewaltandrohungen aufrecht seinen Weg ginge?

Was sind Risiken?
Zieht man als couragierter Mensch Gewalt fahrlässig auf sich?
Ist man als couragierte Person etwa selbst schuld, wenn man angegriffen, verletzt oder gar getötet wird?

Was sind Nebenwirkungen?
Unterlässt es deshalb der ein oder andere sich für seinen Mitbürger einzusetzten und schaut weg?
Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, in der verbale und körperliche Gewalt im öffentlichen Raum einfach hingenommen wird, weil Menschen Angst haben müssen, zu helfen?

All diesen Fragen rund um Zivilcourage, persönliche Risiken und gesellschaftliche Nebenwirkungen wollen wir uns auf dem Postplatzkonzert am nächsten Montag, dem 16. März, ab 19 Uhr nähern.

Das Plakat zur Veranstaltung kann hier als PDF heruntergeladen werden:
PPK_ZIVILCOURAGE.pdf


We invite all of you to our 7th Postplatzkonzert on Monday, 16th March at 7 pm.
The topic will be moral courage. We are excited to see You there!

Moral Courage – About risks and side effects …

Moral courage, often and frequently invoked in speeches by politicians, can quickly become dangerous for the people who live it. We are reminded of Dominik Brunner, who was beaten to death because he had protected students riding a S-Bahn in Munich from attacks by some youths.

Only recently, the honorary mayor of Tröglitz, a small town in Saxony-Anhalt, was forced to resign. Right-wing extremists had threatened him and his family because he has been a champion for refugee accomodations in the community. He apparently did not receive any help or support from the authorities.

What is moral courage?
Is it doing something whenever there is violence commited by right-wing extremists or any other perpetrators?
Or is it also refusing the political dogma that you should always continue whatever you are doing, disregarding all threats of violence?

What are the risks?
When you get attacked violently for your moral courage, is that because you were negligent?
Is it a courageous person’s own fault if they get attacked, hurt, or even killed?

What are side effects?
Does this cause people to refrain from standing up for their fellow citizens and look the other way?
Do we really want to live in a society in which verbal and physical violence in the public arena are accepted as a fact of life, because people are too afraid to help?

We will examine all those questions of moral courage, personal risks and societal side effects at the Postplatz Concert next Monday, the 16th of March, 7 pm.

The poster of the event can be downloaded as PDF here:
PPK_MORAL_COURAGE.pdf

Flüchtlinge in Dresden

Auch im Neuen Jahr laufen Menschen durch unsere Stadt und lassen unter dem Vorwand, eine christliche Kultur beschützen zu wollen, derer sie selbst offenbar kaum mächtig sind, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gegenüber Flüchtlingen freien Lauf.

Neben den Organisatoren, neben rechten Gruppen, Nazis, Hooligans laufen auch Menschen mit, die keiner dieser Gruppen direkt zuzurechnen sind. Sicher, diese sind keine Nazis. Aber sie sind Mitläufer. Sie sorgen dafür, dass dieser Begriff nach vielen Jahren wieder konkret und unmittelbar erfahrbar wird. Ohne die Nazis der 1930er Jahre hätte es keine Zerstörung Dresdens gegeben. Ohne die Mitläufer der 1930er Jahre hätte es ebenfalls keine Zerstörung Dresdens gegeben.

Als die Stadt am 13. und 14. Februar 1945 bombardiert wurde, war sie voller Flüchtlinge. Diese waren in der Stadt nicht allgemein willkommen. Nach dem Bombardement wurden zudem viele Dresdner zu Flüchtlingen und machten an anderen Orten oder auch innerhalb ihrer Stadt als Ausgebombte ähnliche Erfahrungen.

Heute ist Dresden eine wieder verhältnismäßig reiche Stadt. Gemessen an der Situation 1945 und auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist die Anzahl der Flüchtlinge wie überhaupt von Migranten in der Stadt verschwindend gering.

Kaum ein Dresdner von Heute kennt die Situation als Flüchtling und die Not am Ende des letzten hiesigen Krieges noch aus eigener Erfahrung.

Statt sich aber der Situation der eigenen Eltern oder Großeltern zu erinnern, statt zu fragen, was zu tun sei, damit die heutigen Flüchtlinge in der für sie fremden Umgebung und Kultur heimisch werden können, statt zu überlegen, wie mit Problemen, Missverständnissen oder auch Gefahren umgegangen werden kann und sollte, folgen nun Nachfahren der damaligen Flüchtlinge diffusen Ängsten vor Fremden, stehen öffentlich für Ablehnung, ja letztlich sogar Feindseligkeit gegenüber Menschen, die heute vor den Grausamkeiten von Krieg und religiösem Fanatismus geflohen sind.

Es gibt aber auch viele andere Stimmen von Menschen, die gern bereit sind, sich in einen Austausch mit Flüchtlingen und Neuangekommenen zu begeben. Kunst und Kultur bieten da besonders geeignete Mittel, um Distanzen zu überwinden. Das gemeinsame Erleben und Mitgestalten von Kunst und Kultur verbindet Menschen in Dresden auf kreative Art und Weise – egal, ob sie schon länger hier wohnen oder als Flüchtlinge eben erst ankommen. Öffnen wir unsere Türen für sie und nehmen sie in unsere Mitte auf! Reichen wir Ihnen die Hand zur gemeinsamen Zukunft!

Das wird unsere Stadt verändern, und wir wissen heute noch nicht genau, wie sie in zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird. Aber: Nur wer aufgeschlossen und positiv nach vorn schaut, hat gute Chancen, die Zukunft kreativ mitzugestalten. Die Veränderung kommt ohnehin.

Haushalt beschlossen – mehr Geld für Kultur und Kreative!

Am 11.12.2014 hat der Stadtrat den kommenden Zwei-Jahreshaushalt für Dresden mit Rot-Grün-Rot-Oranger Mehrheit beschlossen. Mit über 1 Million Euro mehr für die Kulturförderung der freien Szene und Vereine ist die von der Verwaltung vorgesehene Kürzung damit in etwa ins Gegenteil verkehrt worden. Dazu kommen noch 180.000 Euro für Kreativräume in Dresden. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein schöner Erfolg für alle, denen Kultur und Kreativität in Dresden wichtig sind! Herzlichen Dank an die Stadträtinnen und Stadträte, die dies ermöglichten!

Wir vom Netzwerk Kultur Dresden haben in den vergangenen Monaten darauf aufmerksam gemacht, wie nachteilig sich Kürzungen der kommunalen Kulturförderung auswirken würden – weit in Bereiche der freiberuflichen Künstlerszene, der Kreativwirtschaft und des Tourismusgewerbes hinein. Unseren Aufruf “KULTUR FAIR FINANZIEREN IN DRESDEN!” haben inzwischen mehr als 750 Kulturinstitutionen und Bürger unterschrieben. Eure Unterstützung hat das Netzwerk gestärkt und Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit gezeigt, dass Kultur und Kreativität auch aus Eurer Sicht wichtig für Dresden sind. Herzlichen Dank auch an Euch!

Wir vom Netzwerk Kultur Dresden sind der unbedingten Meinung, dass Kultur und Kreativität als wichtig wahrgenommen werden, weil sie in Dresden sehr viel bewegen: Sie bieten ein vielfältiges kulturelles Angebot, das sowohl bei Einheimischen Identität stiftet, als auch bei Gästen für ein positives Bild sorgt. Sie liefern kreative Ideen für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung und bieten nicht zuletzt zahlreiche Inspirationen für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt. Die Aufstockung der Mittel für Kultur und Kreativräume ist aus unserer Sicht für die zukünftige Entwicklung von Dresden gut angelegtes Geld.

Die derzeitigen Konflikte in Dresden, von Pegida geschürte Ängste vor Überfremdung, verschwindende Kreativräume in verdichteten Quartieren, abgehängte Stadtviertel mit sozialen Problemen etc. zeigen aber auch, dass wir alle in der Pflicht sind, uns aktiv in die weitere Gestaltung unserer Stadt einzubringen. Es gibt noch viel zu tun, damit wir Dresden uneingeschränkt die schönste sächsische Landeshauptstadt der Welt nennen können!


Marcus Oertel (Autor)
Jana Betscher
Frank Eckhardt
Magnus Hecht
für das Netzwerk Kultur Dresden

Nürnberg stärkt die Freie Kulturszene

Im Oktober hat der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg weitere finanzielle Unterstützung für Institutionen der freien Kulturszene beschlossen. Somit stehen nun mehr Gelder für die Projektförderung und Impulsförderung, sowie für feste Haushaltsstellen für bestimmte Institutionen zur Verfügung. Eine Nachricht, die wir hoffentlich bald auch aus Dresden verkünden können!

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Netzwerktreffen am 8.12.2014

Das nächste Treffen findet am 8. Dezember um 18 Uhr in der Motorenhalle (Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden) statt.

Wie schon beim letzten Treffen am 24.11 werden dann wieder weitere Entwicklungen des Netzwerks diskutiert und neue Pläne gefasst, die letztendlich die angemessene Finanzierung von Kultur und Kreativität emröglichen sollen.

SELBSTVERSTÄNDNIS

Das offene und spartenübergreifende Netzwerk Kultur Dresden steht für kulturelle Vielfalt und deren Weiterentwicklung in der sächsischen Landeshauptstadt. Wir vereinen als Plattform von über 60 freien Kulturinstitutionen und -initiativen äußerst vielseitige Erfahrung und Kompetenzen, bündeln Interessen und setzen diese gemeinsam durch.

Seit der Gründung des Netzwerks im Jahre 2014 engagieren wir uns für faire Arbeitsbedingungen in der Kulturbranche, einschließlich der weiteren Erhöhung der städtischen Mittel für freie Kulturarbeit, für größere Transparenz in der Kulturpolitik und für Weltoffenheit in Dresden.

Zusammen mit Kultureinrichtungen der Kommune und des Landes sowie der Kreativwirtschaft fördert das Netzwerk Kultur Dresden das zivilgesellschaftliche Engagement und die Kultur des demokratischen Diskurses. Damit schaffen wir Möglichkeiten, gemeinsam Visionen für das künftige Zusammenleben in unserer Stadt zu entwickeln.

(24.11.2015)

 

Netzwerk Kultur Dresden

Als im Sommer publik wurde, dass der Finanzbürgermeister eine Streichvorgabe von 580.000 EUR allein im Bereich der freien Kulturförderung in den Haushaltentwurf geschrieben hat, spätestens als zudem bekannt wurde, dass dieser Entwurf den Segen der Bürgermeister_innen erhalten hat, war klar, dass die zweijährliche herbstliche Diskussion zum nächsten Doppelhaushalt auch im Bereich der freien Kulturförderung eine besonders spannende wird.

Im Jahr 2015 hat sich die Landeshauptstadt das Motto „Dresden. Weltoffene Stadt der Kreativen“ gegeben. Dieser Anspruch muss erst einmal eingelöst werden. Nicht nur durch Rücknahme der Kürzungen bei den freien und den städtischen Kultureinrichtungen. Sondern zudem durch eine faire Förderung bzw. Budgetierung, die – bei aller Eigenverantwortung der Kultureinrichtungen – ausreichend und tarifgerecht bezahltes Personal ermöglicht und ein vernünftiges Maß an Sach- und Betriebskosten bereitstellt. Außerdem muss die Wirtschaftsförderung der Stadt Förderstrukturen auch für die kleineren „Kreativen Unternehmer_innen“ schaffen.

Denn das breite, bunte und vielfältige kulturelle Leben in Dresden schreibt man sich politisch gerne auf die offiziellen Fahnen. Doch unter welchen Umständen und mit welchem Einsatz durch alle Beteiligten in und um die Kultureinrichtungen dieses gestemmt wird, das wird gerne übersehen.

Um diesem wichtigen Faktor im gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Leben Dresdens die ihm gemäße Bedeutung zu verschaffen, gründete sich im Sommer das »Netzwerk Kultur Dresden«, der Zusammenschluss von Kulturinstitutionen, Kreativwirtschaft und vielen Einzelpersonen.

Es wird also ein spannender Herbst werden.

Der Aufruf der Dresdner Kreativen bezieht sich auch auf die Initiative der Kulturpolitischen Gesellschaft: kultur_fair_foerdern_(KuPoGe)

Jana Betscher
Frank Eckhardt
Magnus Hecht
für das Netzwerk Kultur Dresden